Was läuft im Kindergarten?

Es ist ein grosser Schritt im Leben eines Kindes: Der Start der Schulkarriere mit dem Eintritt in den Kindergarten. Seit einigen Jahren gehört der Kindergarten zur obligatorischen Schulzeit. Umso wichtiger also, dass dieser Schritt gelingt und eine gute Basis für die ganze Schulzeit gelegt werden kann. Die Kindergartenklasse an der csbern wird seit diesem Sommer gemeinsam von Kathrin Stalder und Melanie Beutler geleitet. Wir haben ihnen ein paar Fragen gestellt.

Im Kindergarten kommen die Kinder erstmals in Berührung mit der Schule. Wie helft ihr ihnen, einen guten Einstieg ins Schulsystem zu finden?

Uns ist wichtig, dass die Kinder Freude am Tun entwickeln. Wir vermitteln erstes Wissen spielerisch und stärken ihre Neugier sowie den Mut, sich auf Neues einzulassen. Gleichzeitig begleiten wir das soziale Miteinander und geben den Kindern mit vielen Freispielsequenzen Raum, Beziehungen aufzubauen und zu vertiefen. Klare Strukturen helfen ihnen zudem, sich sicher und geborgen zu fühlen.

Was ist christlich am Kindergarten der csbern?

Wir erleben Gottes Gegenwart jeden Morgen im Kindergarten. Bevor die Kinder kommen, beten wir für den Tag, für die Kinder, für einen guten Ablauf und für Bewahrung. Mit den Kindern singen wir Lieder und sprechen immer wieder über Psalm 50,15 – die „REGA des Himmels“. Das Buch „Eine tierisch gute Zeit mit Gott“ begleitet uns regelmässig. Es zeigt auf kreative und fantasievolle Weise, wie wunderbar Gottes Schöpfung gestaltet ist und was wir durch die Tiere über uns selbst lernen können. Ausserdem lernen die Kinder zurzeit jeden Monat einen neuen Bibelvers, jeweils passend zu einem Buchstaben des Alphabets.

Was ist der Vorteil einer kleinen Kindergartenklasse? Gibt es auch Nachteile?

Eine kleine Gruppe zu leiten ermöglicht es uns, jedes Kind individuell zu begleiten, besonders jene, die etwas mehr Unterstützung oder Zeit benötigen. Es liegt viel Potenzial in kleinen Gruppen: Jedes Kind wird wahrgenommen, gehört und kann sich in seinem Tempo entfalten. Ein möglicher Nachteil ist, dass die Kinder weniger Geduld entwickeln, weil sie sehr schnell Aufmerksamkeit oder Hilfe bekommen, sobald sie diese einfordern.

Habt ihr aktuell ein bestimmtes Thema, und was macht bzw. erlebt ihr damit?

Unser aktuelles Thema heisst „Mit Felix, dem Hasen, zu den Kindern dieser Welt“. Wir lernen Lieder und einfache Wörter aus verschiedenen Sprachen, entdecken, dass Menschen unterschiedlich aussehen, und gehen gemeinsam der Frage nach, weshalb das so ist. Wir probieren Spiele von Kindern aus anderen Kulturen aus, und Felix reist uns dabei immer voraus. Gemeinsam mit der Handpuppe Sophie machen wir uns auf die Suche nach ihm. Mit unseren Reisepässen „fliegen“ wir von der Brache aus in verschiedene Länder. Das macht uns allen riesigen Spass. 

Was war dein bisheriges Highlight in diesem Schuljahr?

Die Erlebniswoche war definitiv ein Highlight. Gleich zu Beginn der Kennenlernphase gemeinsam mit den Kindern ins Weben einzusteigen, war eine sehr bereichernde Erfahrung. Es war beeindruckend zu sehen, was in so kurzer Zeit entstehen kann. Seitdem erleben wir immer wieder viele kleinere und grössere besondere Momente mit den Kindern – wie sie wachsen, Fortschritte machen und wir sie dabei aktiv begleiten dürfen.

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